Sprechen vor dem Mikrofon

Bild: Pexels / Jean Balzan

Kennst Du das?

Hörbare Atemgeräusche, zu schnelles oder zu langsames Sprechen, monotones Sprechen ohne Betonungen, eine schrille oder hohe Stimmlage, viele Ähms oder schlechte Verständlichkeit - all dies sind Probleme, die gar nicht selten sind, wenn ein Podcast oder ein Kurs-Video aufgenommen wird.

 

Hier kommen 10 Tipps, die dir sofort helfen, besser zu performen.

 

 1. Achte auf den richtigen Abstand zum Mikrofon. Wenn Du zu nah am Mikrofon bist, kann es zu Übersteuerungen oder störenden Poppgeräuschen kommen. Halte einen Abstand von etwa 10 cm ein, um eine klare und angenehme Klangqualität zu gewährleisten. Wähle einen ruhigen Raum für die Aufnahme. Falls nötig, nutze eine Schallschutzmatte, einen "Micscreen" oder einen schwingungsdämpfenden Ständer. Nutze für gesprochene Sprache möglichst einen Popp-Schutz vor dem Mikrofon. 

 

2. Versuche, ruhig zu bleiben und nimm dir vor der Aufnahme Zeit, dich einmal zu strecken, und einmal bewusst tief auszuatmen. Warum? Damit Du deine Nervosität und Anspannung etwas herunter regelst. Gönn dir auch kleine (Atem-/) Pausen während des Sprechens, denn wir reden meist mehr am Stück als nötig. Unsere Zuhörer:innen brauchen Minipausen, um das Gesagte auch verarbeiten zu können.  

 

3. Für eine warme Stimmfarbe sprich vor der Aufnahme einmal ein genüßliches "Mmmmmmm". Das bringt dich in deine entspannte Stimmlage und wärmt auch deine Stimme etwas auf. Für die Stimme ist es auch gut, wenn du stilles Wasser trinkst. Das befeuchtet die Schleimhäute und verhindert "Trockenheits-Schmatzgeräusche". 

 

4. Eine aufrechte Körperhaltung ist wichtig, um Deine Stimme optimal zu unterstützen. Steh gerade oder sitze mit aufrechtem Rücken, um Atemprobleme zu vermeiden und klar zu klingen.

 

5. Vermeide zu schnelles Sprechen, um gut verständlich zu sein. Aber Achtung: Zu langsames Sprechen kann natürlich auch stören beim Zuhören... Deine Zuhörer:innen spüren deinen Zustand. Wenn Du sehr aufgeregt bist, spürt dein Publikum deinen Druck. Wenn Du atemlos bist, schnappt dein Publikum nach Luft. Und wenn Du absichtlich sehr langsam sprichst, kann es passieren, dass deine Zuhörer:innen schläfrig werden... Eine Übung: Nimm dich einmal auf, höre es dir mit geschlossenen Augen an und achte darauf, ob Du dich zu schnell findest. 

 

6. Vermeide das Nuscheln und sprich etwas deutlicher, um eine bessere Verständlichkeit zu erreichen.  Dann wirst du automatisch auch etwas langsamer. Eine Übung: Nimm deinen Daumen und lege ihn locker zwischen die Zahnreihen. Dann sprich den Satz "Einen schönen guten Tag miteinander!" Danach sprich den Satz ohne Daumen noch einmal. Du wirst feststellen, dass dein Mund sich so daran gewöhnt, sich weiter zu öffnen. 

 

7. Beschäftige dich einmal mit deiner Betonung. Sprichst Du monoton? Betonst Du wichtige Worte? Erreichst Du dein Publikum durch die Art, wie Du sprichst? Wenn Du Text abliest, ist es umso wichtiger, dass du deiner Betonung Beachtung schenkst, denn gesprochene Sprache funktioniert anders als geschriebene Sprache. Wusstest Du, dass Profi-Sprecher:innen sich Texte sogar vorher markieren (Pausen, Betonungen etc)?

Wenn Du dir deinen Text vorher aufschreibst, achte darauf, dass Du schreibst, wie Du sprichst, denn das wirkt lebendiger. 

 

8. Versuche, deinen Text an deinem roten Faden abwechslungsreich zu gestalten, um die Aufmerksamkeit des Publikums zu behalten und mach nicht zu lange, verschachtelte Sätze. Wenn Du ein Coaching bei mir machst, wirst Du verschiedene Übungen dafür bekommen. Etwas kürzer (und dafür knackig) ist in der Regel besser als zu lang. 

 

9. Sprich dein Publikum an. Stell dir vor, es sitzt jemand vor dir, zu dem Du sprichst. Verbinde dich dabei mehr mit deiner Freude und nicht (oder möglichst wenig) mit deiner Angst und deinem Lampenfieber.

 

10. Übe vorab deinen Text und mache dich mit dem Material vertraut. Dadurch gewinnst Du Sicherheit und vermeidest Ähms während der Aufnahme (für die es auch Übungen gibt).

 

Viel Spaß bei deinem Podcast, deinem Video-Kurs, deinem Webinar oder deinem Vortrag!

Mein wichtigster Tipp: Genieße es! Und auch ein Lächeln kann man hören... ;-)

 

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Foto: Pexels / Brett Sayles

Foto: Pexels / Antoni Shkraba


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